Deshalb ist regional und saisonal kaufen so wichtig

Deshalb ist regional und saisonal kaufen so wichtig

Wenn du dir über Nachhaltigkeit Gedanken machst, hast du vermutlich auch schon davon gehört, dass man regionale und saisonale Lebensmittel kaufen sollte. Das wäre wichtig für ein umweltbewusstes Leben.

Ja, und sind ist in der Tat auch ebenso wichtige Aspekte für eine nachhaltige Ernährung. Regional und saisonal einzukaufen ist sowohl für unsere Gesundheit als auch für die Umwelt von Vorteil.

Deshalb rate auch ich gerade „Öko-Anfängern“ dazu, damit zu beginnen, bei Obst und Gemüse besonders auf die Herkunft zu achten.

Deshalb ist regional und saisonal kaufen so wichtig

Was bedeutet denn "regional"?

Ein regionales Lebensmittel stammt aus deiner Nähe. Es wird in deiner Region, z.B. deinem Bundesland oder deinem Landkreis, angebaut bzw. produziert und verarbeitet. 

Damit hat ein regionales Lebensmittel einen kurzen Transportweg, was sowohl die anfallenden Emissionen während des Transports niedrig hält, als auch deutlich mehr Frische bedeutet.

Wählst du beispielsweise einen Apfel aus deiner Region (zusätzlich aus biologischem Anbau – juhuuu), dann ist dieser viel frischer und ziemlich sicher auch knackiger und vitaminreicher als ein über mehrere Tage oder gar Wochen verschiffter Apfel aus dem Ausland.

Kannst du den Apfel auf einem Wochenmarkt kaufen oder in einem Hofladen? Klasse – so lernst du direkt die Verantwortlichen kennen, die für den Anbau, die Pflege, Ernte und den Warentransport deines Apfels zuständig sind. Dadurch, dass du direkt dort kaufst, unterstützt du deine lokale Wirtschaft und stärkst deine eigene Region.

Und was bedeutet "saisonal"?

Saisonale Lebensmittel wachsen der Saison entsprechend bei uns in Deutschland bzw. in deiner Region wachsende Pflanzen. Sie wachsen also natürlich ohne zusätzliche Maßnahmen, wie Bewässerung, Gewächshäuser, etc., in deiner Umgebung. Ein saisonaler Einkauf richtet sich also danach, zu welchem Zeitpunkt im Jahr z.B. ein bestimmtes Obst in seiner Heimatregion reif ist und geerntet werden kann.

Ein gutes Beispiel dafür sind Erdbeeren bei uns in Deutschland. Sie haben bei uns von Mai bis Juli Saison, was bedeutet, dass du sie in dieser Zeit knallrot, süß und lecker auf dem Feld ernten oder auch im Laden kaufen kannst. Kaufst du Erdbeeren außerhalb dieser Saison, so wurden sie entweder in enorm energieaufwändig beheizten Gewächshäusern angebaut oder in einem weiter entfernten Land mit einer entsprechend und emissionsträchtigen langen Anreise.

Ein kleines Zwischenfazit:

Es ist also sowohl entscheidend, aus welchem Land oder Anbaugebiet das Lebensmittel „angereist“ ist (regionaler Aspekt) als auch, ob es zu dieser Jahreszeit auch im natürlichen Umfeld wachsen kann (saisonaler Aspekt).

Diese beiden Faktoren haben einen enormen Einfluss und damit großes Potenzial, dein Leben nachhaltig und umweltbewusst zu gestalten.

Vorteile eines regionalen und saisonalen Einkaufs

Die Vorteile von regionalen und saisonalen Lebensmitteln im Überblick:

a) Reduzierung deines CO2-Fußabdrucks
Der Transport von Lebensmitteln über weite Entfernungen verursacht erhebliche CO2-Emissionen. Kaufs du Lebensmittel aus der Region, wird der Transportaufwand minimiert und der CO2-Fußabdruck reduziert. Darüber hinaus können Lebensmittel in der Saison vor Ort angebaut werden, was die Notwendigkeit des Imports von Lebensmitteln reduziert.

2) Unterstützung deiner Region
Kaufst du Lebensmittel aus deiner Region, so unterstützt du deine lokale Wirtschaft. Damit trägst du dazu bei, dass die LandwirtInnen, Kleinbauern und regionale Betriebe in deiner Region erfolgreich sind. 

3) Mehr Frische und bessere Qualität
Saisonale Lebensmittel sind grundsätzlich frischer und haben in der Regel einen besseren Geschmack als Lebensmittel, die aus anderen Regionen importiert werden. Das liegt ganz einfach daran, dass saisonale Lebensmittel direkt vom Feld in unsere Küche gelangen, während importierte Lebensmittel teilweise sehr lange Transportzeiten und Zwischenlagerungen durchlaufen haben.

4) Weniger Lebensmittelverschwendung und mehr Vitamine
Indem du saisonale Lebensmittel kaufst, konsumierst du nur das, was zu dieser Jahreszeit auch direkt verfügbar ist. Dadurch wirst du weniger Lebensmittel wegwerfen müssen, da du stets frische Ware hast. Denn du umgehst damit ganz automatisch, dass nicht saisonale Lebensmittel nicht mehr so frisch sind. Zusätzlich bleiben in den frischen Lebensmitteln auch die gesunden Nährstoffe besser erhalten. Du versorgst also auch deinen Körper mit knackigen Vitaminen.

5) Erhalt der Artenvielfalt
Die kürzeren Transportwege von regionalen und saisonalen Produkten (bestenfalls im Bio-Anbau) entlasten unsere Umwelt. Die Anbaubedingungen sind innerhalb der Saison außerdem so passend, dass auf den Feldern weniger Pestizide eingesetzt werden müssen. Das kommt den Tieren direkt zu Gute und vermindert Insektensterben und das Leiden von Feld- und Wiesentieren. Wenn du also lokale Produkte kaufst, trägst du dazu bei, dass bestimmte Arten von Pflanzen und Tieren in deiner Region überleben können.

Insgesamt sind regionale und saisonale Lebensmittel also eine wichtige Komponente einer nachhaltigen Ernährung. Wenn du also eine nachhaltige Ernährung anstrebst, solltest du versuchen, saisonale und regionale Lebensmittel zu verwenden. 

Mein Tipp: 
Beginne damit, bei deinem nächsten Einkauf auf die Herkunftsangaben zu achten und bevorzuge bspw. Obst und Gemüse, das den kürzesten Transportweg zu dir zurücklegen musste. Wenn es dieses dann noch in Bio-Qualität gibt: Perfekt!

Und noch ein Tipp:
Mache dich schlau und besorge dir einen Saisonkalender, damit du lernst, welches Lebensmittel bei uns in Deutschland in welchem Monat Saison hat. 

Herzlich,

Silke Klingelhöfer

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